Die guten Meldungen zuerst: Die Norbert-Fiebelkorn-Stiftung sieht ihre Aufgabe, sich um antifaschistische Kultur und Biografien zu kümmern, nicht historizitierend eng, sondern wagt auch die fiktive Frage, was denn heute die Chance hätte, auf den Scheiterhaufen faschistischer Bücherverbrenner zu landen – ein Ansatz, die Hessestraße 19 zu einem linken Kulturzentrum zu entwickeln. Inzwischen erfährt man auch [...]
Archiv für die Kategorie ‘Literatur’
20 Apr
“Kontakt” (2)
Natürlich hoffe ich auch von meinem Werk, dass es spannend ist und den Leser nicht mehr loslässt. Für manche Passagen in „Kontakt“ trifft das zu. Allerdings sind mir bis auf die Nan, also die hyperrebellische Tochter des Neuquäkers die Personen mit ihren Problemen zu hölzern. Ich vermag mich mit keinem zu identifizieren. Ob sie, [...]
19 Apr
“Kontakt” (1)
Ein die Fantasie vieler Menschen ist die Vorstellung von Begegnungen mit irgendwie andersartigen außerirdischen Intelligenzen. Wenn man als Schreiber eines weiteren Romans einer langen Kette von Büchern zu diesem Thema ein Buch mit dem Titel „Kontakt“ in den Händen hält und feststellt, dass es von mehreren mit dem eigenen Werk vergleichbaren Grundsituationen ausgeht, dann [...]
13 Apr
Der Hegemann-Horror (3 + Schluss)
„Axolotl roadkill“ markiert einen extremen Schritt Sinnentleerung von Jugend auf dem Weg in die Welt, wie sie sie annehmen soll, nach Salingers „Fänger im Roggen“. Die Mifti hat sogar sicher Recht, wenn sie die albern verweltfremdet links(?)intellektuelle Ablehnung einer Welt, deren Teil sie längst geworden ist, ablehnt wie die Welt, die sie ablehnt wie [...]
12 Apr
Der Hegemann-Horror (2)
„Und das ist also das Begräbnis, das ich mir immer gewünscht habe:Ja also, mein Vater, meine Mutter, mein Kind und meine Geschwister und meine Großeltern sind tot. Weil meine Familie ausgelöscht wurde, bin ich aus einem mir unerfindlichen Grund zu einem Discountbestattungsunternehmen geworden plötzlich, in dem die untere Mittelschicht stirbt, wenn sie tot ist. Alles [...]
11 Apr
Der Hegemann-Horror
Inzwischen ist es ja fast in jedes Dorf des Geistes vorgedrungen: Da hat so ein 17jähriges Wundermädchen ein Literaturpreis-Buch geschrieben und sollte sich nach den Fast-Feiern nun gefälligst in die Ecke stellen: Sie hat nicht nur abgeschrieben – sie hat sich sogar dabei erwischen lassen! Nachdem ich genug Eiferer erlebt hatte, die über das [...]
22 Mar
„Die Grenze“ – Wie man Grenzen überschreitet …
An sich bin ich stolz, keinen Fernseher zu besitzen und mich damit gezielt berieseln zu lassen. In den letzten Wochen verfolgte mich mitunter Werbung für diesen Zweiteiler „Die Grenze“ als Plakat in Berlin. Ein Glück, dachte ich, wieder so ein Müll wie „Vertreibung“, diesmal also eine Schmonzette gegen die Unmenschlichkeit der DDR (mit derselben [...]
18 Feb
Slov ant Gali: Hymne
Bürger dieser Erde – Menschen unsrer Welt jeder möchte leben – wie es ihm gefällt Mancher liebt den Partner – der so ist wie er mancher liebt ganz anders – nehmen wirs nicht schwer Ohne Schuss und Bomben – hat, wer sich vertraut, Fremdheit überwunden, – Grenzen abgebaut. Jeder liebt sein Ländl – wo er [...]
11 Feb
Der König David Bericht oder die Dialektik von Kritik …
Als ich jung war, fraß ich Literatur in Massen in mich hinein. Da kam ich logischerweise auch nicht an solcher vorbei, die als anrüchig galt. „Der König David Bericht“ von Stefan Heym gehörte dazu. Beim ersten Anlauf las ich nur das, was da stand: Eine historische Geschichte aus der Zeit König Salomons. Mir blieb als [...]


