Eine eigene Frage ist die der gesellschaftlichen Notwendigkeit. Ich meine sie hier ausdrücklich im Sinne der Abgrenzung zum Spielen. Spielen ist häufig auch gesellschaftlich ausgeführte Bearbeitung von Arbeitsgegenständen mit Arbeitsmitteln. Aber ob eben vier Kinder eine wunderschöne Sandburg bauen, mag vieles sein, für ihre Entwicklung sogar notwendig, für die Gemeinschaft von Menschen aber nicht (bzw. [...]
Mit ‘Arbeit’ getaggte Artikel
16 Okt
Staubschicht und Mottenfraß am Marxismus – Was Arbeit (beim Rotfuchs) ist (5)
Zurück zum Essen mit Messer und Gabel, meinetwegen zum Abschneiden saftiger Stücke vom Spanferkel: Spezifisch menschliche „Arbeit“ werden Nutzungen von Arbeitsmitteln (die auch Tieren bekannt sind), wenn dem Endzweck der eigenen Bedürfnisbefriedigung zumindest eine Handlung vorgeschaltet ist. Diese Handlung ist dann Arbeit. Im Menschwerdungsprozess war dies noch überschaubar. Es wurden Werkzeuge, Waffen produziert, die dann [...]
15 Okt
Staubschicht und Mottenfraß am Marxismus – Was Arbeit (beim Rotfuchs) ist (4)
Wie würde ich denn nun selbst „Arbeit“ definieren? 1. Arbeit sind alle gesellschaftlich notwendigen menschlichen Tätigkeiten, die bewusst auf die Befriedigung von Bedürfnissen anderer gerichtet sind bzw. die zumindest die Befriedigung des eigenen Bedürfnisses nicht unmittelbar anstreben. 2. Arbeit sind alle menschlichen Tätigkeiten, die dabei ideell ihr Produkt und seine Bedürfnisse befriedigenden Wirkungen vorwegnehmen – [...]
14 Okt
Staubschicht und Mottenfraß am Marxismus – Was Arbeit (beim Rotfuchs) ist (3)
Schwieriger wird es schon bei zwei anderen Abgrenzungen: Hobby und Spiel. Auf den ersten Blick scheinen beide echte Gegenstücke zur Arbeit zu sein. Doch nimmt man die vorliegende „Definition“, so dürften sie beide erfüllen, zumindest je mehr wir sie auf Erwachsene anwenden. Allerdings besitzen sie schon bei Kindern eine gewisse (!) Zweckmäßigkeit. zweckmäßige, bewusste Tätigkeit des [...]
13 Okt
Staubschicht und Mottenfraß am Marxismus – Was Arbeit (beim Rotfuchs) ist (2)
Wie definiert man nun einen Begriff? Man benennt den – als nicht definitionsbedürftig anzusehenden – Oberbegriff und bestimmt die Besonderheiten, die den zu definierenden innerhalb dieses Oberbegriffes von anderen zum Oberbegriff zählenden Begriffen, die man nennen kann, aber nicht muss, abgrenzt. Man muss also zeigen, warum es überhaupt ein besonderes Wort für diesen Begriff gibt. [...]
11 Okt
Staubschicht und Mottenfraß am Marxismus – Was Arbeit (beim Rotfuchs) ist (1)
Natürlich hätte man fragen können, warum, wenn der „Rotfuchs“, die monatliche „Tribüne für Sozialisten und Kommunisten“, schon ein „ABC des Marxismus“ anbietet, dann schon an zweiter Stelle der Begriff der „Arbeit“ behandelt wird. Wenigstens dafür gibt es allerdings eine entwaffnende Ausrede: „Sie hat … den Menschen … geschaffen.“ … Was natürlich einschließt, dass sie [...]
5 Jul
Pornografie und Prostitution im Kommunismus (2)
Nun finde ich die moralische Abwertung sexual-körperlicher Dienstleistungen nicht sachlich begründet. Ein Großteil von „normalen“ Jobs enthält genauso (wenn auch unterschiedlich viele) Elemente, bei denen der, der sein Geld verdienen muss, ein Stück seiner Persönlichkeit dabei verkauft. Dies trifft für fast alle „Verkäufer“ (Vertreter) zu. Wenn sie nicht naiv / dumm sind, dann wissen [...]
3 Jul
Arbeitsmotivation im Kommunismus (Vorbemerkung)
Wie können Menschen „kommunistisch“ motiviert werden, große Leistungen zu vollbringen, wenn Marxens Annahme, dass „Arbeit“ dann das höchste Bedürfnis überhaupt wäre – welch gräuliche Vorstellung – vom realen Leben entsorgt worden sein sollte? Zuerst besteht das Problem der Frage natürlich in der Definition von „Arbeit“. Das Positive: „Arbeit ist das, was ich gezwungenermaßen mache, [...]
27 Mai
Zur Arbeitsmotivation in Kapitalismus, Sozialismus und Kommunismus (4)
Bis zu dem Augenblick der Entdeckung, in ein unbegreifbares Räderwerk missratener „Planwirtschaft“ hineingreifen zu können, hätten die Arbeiter jener Brigade jeden mit tiefster Überzeugung ausgelacht, der sie als Eigentümer ihres Betriebes bezeichnet hätte. (Höchstens im Witzsinn, dass „aus den volkseigenen Betrieben noch viel mehr herauszuholen“ sei.) Dabei spielte ein zweiter Aspekt eine große Rolle: [...]
25 Mai
Zur Arbeitsmotivation in Kapitalismus, Sozialismus und Kommunismus (2)
So ergab sich die Notwendigkeit, dass ich besonders oft die „Brigade“ aufsuchen musste, die im Lager diese Teile zu verwalten bzw. zur Fertigung schaffen hatte. Dort lernte ich ganz pragmatische Arbeitseinstellungen kennen: Im Wesentlichen passierte in den ersten beiden Dekaden jedes Monats so gut wie gar nichts. Meist waren die geplanten Pumpen und Motoren sowieso [...]


